Naherholungsgebiet "Wildpark am Betzenberg"


Häufig führen uns unsere Spaziergänge zum Wildpark. Dort lernte ich schon im zarten Babyalter von etwa 3 1/2 Monaten viele andere Tiere kennen. Meine Welt bestand für mich ab sofort nicht mehr nur aus Zweibeinern und Artgenossen, sondern auch aus Wildkatzen, Tarpanen, Wildschweinen, Kaninchen, Damwild, Auerochsen, Luchsen, Wisenten, Rotwild und Mufflons.


Ein Flyer der Stadt Kaiserslautern, Abteilung Stadtwald, führt durch das Gelände.
   
Flyer "Wildpark am Betzenberg"

Mit einigen Tieren habe ich mich sogar angefreundet.

  

Küsschen!!!

Das Rotwild

So schleckte eine riesige Hirschkuh meine Baby-Nase ab, als ich diese in den Zaun ihres Geheges steckte. Ihr Gatte, der riesige Platzhirsch, sah das gar nicht gerne und sprach ein heftiges Machtwort, indem er böse aufstampfte und die Dame seines Herzens des Platzes verwies.
  

Rotwild: Die sind ganz schön groß - boa!!!
 

Solch eine stolze Dame hatte mir gegenüber Muttergefühle entwickelt.
 

Dieser Herr hat dann die ihm anvertraute Dame ganz massiv gemaßregelt.
 
Die Mufflons
Die Mufflons im Rotwildgehege sind weniger zutraulich als die Hirsche. Sie ziehen sich lieber zurück, wenn die Besucher dem Zaun zu nahe kommen.
  

Die Mufflons teilen sich das Gehege mit den Hirschen. Dann wird's denen auch nicht langweilig.
 
Die Luchse
Der alte Luchs Ska fordert mich ständig zu einem Wettrennen entlang seines Gehegezaunes auf. Die beiden jungen Luchse Kiara und Kofu nehmen kaum Notiz von mir, was mich nun wieder ärgert. Sie sind nun alt genug, dass es an der Zeit ist, das Wildgehege-Kinderzimmer zu vervollständigen. Wir warten gespannt, ob sich die beiden entschließen können, Eltern zu werden.
  

Der Senior-Luchs "Ska" hat ein Gehege ganz für sich allein.
 

 Herr "Kofu" beobachtet den Senior misstrauisch.
 

Fräulein "Kiara" erkennt man an ihren Punkten im Fell.
  

Von ihrem Lieblingsplatz aus hat "Kiara" alles im Blick.
  
Die Wildkaninchen
Am liebsten stehe ich bei den Kaninchen und beobachte diese bei ihrem Gehopse durchs Gehege. Schade, dass ich da nicht mitspielen kann. Ich würd mal so gerne sehen, wie es in ihren unterirdischen Wohnräumen aussieht.
  
Bringen die die Ostereier oder teilen sie sich die Arbeit mit dem Federvieh im Hintergrund?
 
Seit dem 2. Maiwochenende 2011 teilen die "Osterhasen" mit einem Meerschweinchen ihr Gehege. Naja, wenn das mal gut geht? - Leider war es bald wieder verschwunden. Ich hatte dem kleinen Nager so gewünscht, dass er hier ein nettes dauerhaftes Zuhause gefunden hat. Schade!!!
Es kommt immer wieder vor, dass "Tierfreunde" ihre Zuchtkaninchen in nächtlichen Aktionen bei den Wildkaninchen aussetzen. Meist haben die Neuankömmlinge im Gehege keinerlei Überlebenschance, da die Wildkaninchen ihren Lebensraum verteidigen, indem sie die Neuen, egal ob Artgenosse oder nicht auf das Heftigste drangsalieren und hetzen bis sie sterben. Da fliegt manchmal schon ganz schön das Fell.
 
 
      Komm Hasi, wir spielen Fangen!
 
Die Wildkatzen
Neben den Kaninchen leben die Wildkatzen. Ein Katerchen unterhält sich immer mit Mami. Was die sich wohl zu sagen haben? Mami rückt einfach nicht damit raus. Die anderen sind sehr scheu und kommen tagsüber kaum aus ihren Verstecken.
  

Katerchen wartet auf ein ernsthaftes Gespräch mit meiner Mami.
  
Die Wildschweine
Die Wildschweine kommen immer angerannt, wenn Mensch und Hund aufkreuzen, immer in der Hoffnung, dass ein Stück Brot, Gemüse oder ähnliches über den Zaun fliegt, was die Besucher allerdings wegen drohender Schweinepest unterlassen sollten. Der alte Fridolin schaut mir durch den Zaun zu, wie ich mein Balli spazierentrage.
  

Herr "Fridolin" hat es mit seinen männlichen Nachkommen nicht immer leicht.
  
Wenn die Muttersauen Frischlinge führen, ist das ein Gerenne und Gequieke. Was würde ich da sooo gerne mitmischen! Leider darf ich nicht - *seufz*.
Dass ich vor Wildscheinen keine Angst habe, hab ich Mami neulich erst im Wald nahe des Wildparks bewiesen. Aber auch sie scheinen mich zu mögen. Denn ich durfte mit ihnen gemütlich durch den Wald traben. Mami war total aufgelöst, als ich nach einigen Minuten wieder zurückkam. Macht die ein Theater wegen so eines kleinen Ausflugs. Ist doch nichts passiert! Das Ende vom Lied war, ich muss nun an der Leine laufen - grrrrr!!!
  

Schade, dass die nicht so süß bleiben!
  
Die Auerochsen (Auerochse = Ur)
Auch bei den Auerochsen habe ich Freunde (siehe erstes Bild oben). Die junge Kuh mit dem weißen Bauch hat es mir angetan. Die kommt immer angerannt, wenn ich komme und wir beschnuppern uns dann neugierig. Mitunter kriegt sie von mir und ich von ihr einen dicken Nasenschleck. Aber auch mit den anderen Jungtieren verstehe ich mich recht gut.

Nachtrag: Leider musste im "Fräulein Weißbauch" das Gehege verlassen, um zu verhindern, dass sie ein Baby bekommt.
  
 
Das Kleine ist bei seiner Mutti sicher.
  

Warum können die nicht so klein und süß bleiben?
  
Das Damwild
Die Damen und Herren Damwild ziehen grazil ihre Bahnen durchs Gehege. Manchmal haben sie Angst vor mir und rennen davon. Dabei will ich doch nur mit ihnen spielen. Ich tu ihnen doch gar nichts. Oder fordern die mich etwa nur zu einem Wettrennen auf? Kann natürlich auch sein. Wenn ich dann losspurte, wird Mami so richtig sauer und schimpft ganz arg mit mir. Was will sie denn? Wir sind doch durch einen Zaun getrennt und die können mir doch gar nichts tun!
  

Mittagspause!!!
  

Endlich gibt's was zu essen!
  
Die Tarpane
Seit dem 09. April 2011 ergänzt ein Hengstfohlen die Tarpanherde. Ach, was haben wir lange auf das Baby gewartet. Seine Mami hatte schon so lange einen dicken Bauch. Aber nun ist es endlich da und springt schon recht sicher und leichtfüßig seiner Mama hinterher weil es Durst hat. Diese lässt es geduldig trinken. Die Tarpane hier sind Rückzüchtungen. Diese Wildpferderasse ist bei uns nämlich schon ganz lange ausgestorben.
  

Auf dieses Baby haben wir lange gewartet!
  
Die Wisente
Die Wisente hatten im Spätsommer 2010 ein Baby, das sie lange vor uns Besuchern abgeschirmt haben. Nun ist Kunibert aber alt genug, so dass wir ihn endlich in seiner vollen Größe bewundern dürfen. Mann oh Mann ist der gewachsen!!!
  


Das ist "Kunibert" mit seiner Mutti.
  

Der Dicke hier heißt "Kurt" und ist ein Jahr älter als Kunibert.
   
Das Rehwild
Der kleine Rehbock Felix ist im späten Winter 2011 leider verstorben. Er war ein ganz lustiger und doch recht streitbarer Geselle. Man musste schon aufpassen, dass man ihm nicht zu nahe kam. Die Wildpark-Aufseher vermuten, dass Menschengäste Felix etwas Falsches zu fressen gaben und er daran verstorben ist. Eigentlich mochte ich ihn doch ganz gerne, auch wenn er mir mit seinen Hörnern mitunter gefährlich nahe kam.
  

Der kleine "Felix" wurde von Menschen aufgezogen.
  
In der 21. Kalenderwoche 2011 zog ein neuer Rehbock in Felix' Gehege ein. Am 07. Juni bekam er auch noch eine "Frau" an seine Seite. Ich wünsch den beiden, Max und Moni, alles Gute. Bin schon gespannt ihre Bekanntschaft zu machen. Beide kommen aus einem befreundeten Wildpark und sollen die Artenvielfalt hier ergänzen. Hoffentlich kommt ihr mit meinem stürmischen Willkommensgruß klar und haut nicht gleich ab!
Mittlerweile hab ich Max und Moni kennengelernt. Ich war auch ganz leise, damit ich sie nicht erschrecke. Aber die beiden sind noch so schreckhaft, dass sie noch immer vor mir und den Menschen davonhüpfen.



Der alte Fridolin hat nur ein Gähnen für uns übrig!


Da sitzen ja eine ganze Menge Osterhasen.
Mami, bringen die die Ostereier?
   

Ob das das sprichwörtliche "Häslein in der Grube" ist?

Und dann sind da auch noch die Menschen, die die Tiere im Wildpark versorgen. Herr Walzer spielt zuweilen Fußball mit mir und beantwortet geduldig alle Fragen nach den Tieren. Neben Herrn Walzer gibt es noch den Herrn Hofmann und wie sie noch alle heißen. Auch ein Hund kann sich schließlich nicht alles merken.

Leider ist die Stadt Kaiserslautern finanziell - wie viele andere Kommunen auch - ziemlich am Ende. Man sucht nach Einspamöglichkeiten. Einem Zeitungsartikel unserer Tageszeitung "Die Rheinpfalz" mussten wir zu unserem Entsetzen entnehmen, dass auch der Wildpark von den Sparmaßnahmen betroffen sein wird. Was wird nun aus aus all meinen Freunden? Ich kann nur hoffen, dass sich ganz viele Menschen zusammentun, um den Untergang unseres beliebten Naherholungsgebietes zu verhindern helfen. Eine riesige Spendenkasse steht bereit, die in der Vergangenheit oft genug leider leer blieb. Nach Aussagen der Bediensteten kann man aber auch per zweckgebundener Überweisung an die Stadtkasse Kaiserslautern für den Wildpark spenden.

Bitte helft mit, dass der Wildpark erhalten bleibt!
Hier der Zeitungsartikel aus "Die Rheinpfalz":


  
Immer zur Osterzeit und im Frühsommer tummeln sich zahlreiche Tierbabys in den Gehegen.
Dazu ein Zeitungsartikel aus "Die Rheinpfalz":
Nachwuchs im Wildpark
   
Es kommt immer wieder vor, dass Keiler und Bachen im Wildpark Frischlinge töten und fressen.
Dazu fanden wir am 14. März 2012 folgenden Artikel in unserer Tageszeitung "Die Rheinpfalz".


Auch wir haben schon mehrfach beobachtet, dass vor allem ein- und zweijährige Wildschweine Frischlinge gefressen haben. Dazu sollte angemerkt werden:
So hatten wir am Sonntag, dem 22.04.2012 folgendes erlebt:
Am Gehege der Tarpane ist ein großes Schild angebracht, auf dem zu lesen steht, dass Zucker und Weißmehlprodukte für Tarpane nicht bekömmlich sind. Genau unter diesem Schild stand ein Herr mit Kindern und hat die Wildpferde mit Weißbrotresten, Fladenbroten, ... gefüttert. Ein knapper Hinweis meinerseits auf das Schild über seinem Kopf hat er lediglich mit einer beleidigenden Äußerung quittiert und die Pferde weitergefüttert. ...

Es ist traurig, dass immer wieder Tiere durch die Unvernunft einiger Besucher zu Tode kommen!!! ...

Ein kurzer Video-Clip führt in den Wildpark und zeigt am Ende den Weg zu weiteren Videos aus meiner pfälzischen Heimat.